Fahrrad fernfahren in Polen? 19.8.2020

Stettin- Swinemünde bedeckt 90 Kilometer
Diese zwölfte Etappe unserer Oder-Tour hatte noch einmal alles zu bieten, was Polen so einem Fernradler anzubieten hat.
Da war zuerst der gute Radweg aus der Stadtmitte heraus,

dann kam mitten im Wald wieder eine Horrorstück Sand ,

dann wie aus dem Nichts ein über viele Kilometer bestens ausgebauter Radweg immer der Küste folgend bis zu unserer Fähre in Ziegenort Trzebiez.

Die Firma Laternik mit einem super netten Kapitän aus Kopice bietet tatsächlich Fährdienste an.

So konnten wir ein kleines Oder Abenteuer der besonderen Art erleben.

Nach Kopice ging es nordwärts auf einem Radweg zwar ohne Asphalt

aber mit schönen Aussichten auf das Stettiner Haff.

Als ob wir es geahnt hätten, in Wolin gab es ein schönes Eis, denn es war wieder unsere kleine Henkersmahlzeit.

Auf der Karte ging nur eine rote Straße nach Swinemünde und das bedeutet Dauer LKW Alarm.

Und so kam es auch, dank eines Randstreifens konnten wir in Rekordgeschwindigkeit Swinemünde erreichen, wo wir schon von Claudia und Thomas erwartet worden sind.

Aber als Radweg ist das letzte Stück der Etappe wieder nicht zu empfehlen.
Polens Radwege sind wie ein Blick in das Abendrot, du weist nie , was dich auf der nächsten Etappe erwartet.

Allein auf der lettischen A1 23.7.2015

55 Km bewölkt Gegenwind

Der Wahnsinn ging geordnet weiter. Zum Glück gab es eine 20 Kilometer lange Baustelle mit diversen Ampelanlagen und Einbahnverkehr. Immer wieder wurde es schmal, schmaler, am schmalsten. Trotzdem fuhr es sich in den Baustellen am sichersten, da selbst die dicksten Brummer langsam fahren mussten. Einige Minuten war ich sogar mal ganz allein auf der A 1., so dass ich einmal durchatmen konnte. Spaß machte es keinen, mein Bikeline schlägt diesen Höllentrip aber als Radweg nach Riga vor.

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Einen anderen Weg habe ich ausprobiert und nach wenigen Kilometern entgeistert aufgegeben, die Waschbrettrallye war auch nichts für mich bzw. mein Fahrrad. Gottseidank gab es Abschnitte, da tauchte, wie eine Fata Morgana ein Radweg oder eine herrliche autofreie Allee auf. Wer kann, meide die A1. Ein kurzer Blick auf die Ostsee kann da auch nicht für die Gefahr für Leib und Leben entschädigen.

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