Abschied vom Meer 9.8.2015

Zum letzten Mal ging es an die Ostsee, waren wir sonst mit dem Fahrrad meist ganz nahe am Meer gewesen, mussten wir dieses Mal erst einmal einen Zug zur Hilfe nehmen, um ins kühle Nass springen zu können. Die Strecke Kaliningrad Swetlogorsk bewältigt der Zug in 45 Minuten, diese hatten es aber in sich. Nach Michaelas Hochrechnung fuhren ca. 2400 Leute , gefühlt 10 Mal mehr, mit dem gleichen Zug, somit war Banja /Sauna Feeling vorprogrammiert.

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Das Meer in Rauschen/Swetlogorsk zeichnete sich durch einen sehr feinen Sand aus, ein drei Meter Steinstreifen erschwerte etwas das Baden, aber ansonsten war alles ok. Wenn man auf Sozialstudien steht, ist man hier genau richtig, denn der Nachbar liegt mit seinem Handtuch nur Zentimeter entfernt. Die Wasserqualität sah ganz gut aus. Essen konnte man wieder in allen Preisklassen. Die Ucha schmeckte sehr gut.

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Wäre da nicht die Rückfahrt mit dem Zug gewesen, ein so erholsamer Tag hätte es sein können.

 

Haltepunkt Ostsee 5.8.2015

Selenogradsk heiß 12 Km

Schon bald wurde es an diesem Tag so richtig heiß. Ein Badeausruhtag war da genau das Richtige. Wir schauten uns zuerst den Strand auf der Kurischen Nehrung an, er war schwer zu erreichen, da erst die vielen Autos und dann die vielen Mücken überlebt werden mußten. Doch als wir das Wasser erreicht hatten, glänzte in der Sonne ein feiner weißer Sand. Ein herrlicher Strand lag zu unseren Füßen. Das Wasser war kühl, aber auch voller Quallen. In der Stadt Selenogradsk gab es eine 2 Kilometer lange Strandmole, auf der es sich herrlich promenieren ließ. Der Strand an sich war ein wenig steinig, wellenreich aber quallenfrei. Hier hat es mir noch besser gefallen. Das Strand lebte und hier gab es was zu sehen.

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Die Stadt Selenogradsk( die Grüne Stadt)  ehemals Cranz war so schrecklich nicht, wie angenommen, die Straßen befahrbar, die Sehenswürdigkeiten überschaubar, aber für einen Ruhetag bestens geeignet.

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Wilde unbekannte Schöne Liepāja 1.8. 2015

22 KM

Ja, wer kennt schon Liepāja. Vor wenigen Jahrzehnten noch eine der vielen verbotenen Städte der Sowjetunion ist es heute eine normale Stadt an der Küste Lettlands. Die Ostsee prägt mit viel Wind und noch mehr Wellen das heutige Bild. Der edle enorm breite Sandstrand war so gut wie leergefegt. Selbstverständlich hat auch Liepāja einen Markt zu bieten, und der ist nicht von schlechten Eltern. Wieder gab es so gut wie alles zu kaufen, ob nun Kirschen. Blaubeeren oder Pilze. Das reichliche Angebot hat mich überrascht. So gab es auch wieder reichlich Motive für den Fotoapparat.

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Noch einmal zurück zur Sowjetunion, hier lag einmal die U Boot Flotte der Sowjets vor Anker und der Stadtteil Karosta war ein riesiges militärisches Sperrgebiet. Diese Brücke war damals ein unüberwindbares Hindernis.

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Was für ein Meer Lettlands Ostseeküste 24.7.2015

 

Immer wieder bin ich überrascht und beeindruckt von der Kraft des Meeres und der Wucht der Wellen. Und alles wird noch übertroffen von der Gewalt des Windes, der an der Ostseeküste wahrscheinlich immer vorhanden ist. Und doch zieht es mich immer wieder hin zum Rauschen der Wellen, hier in Lettland zieht sich ein kilometerlanger Sandstrand bis weit an den Horizont. Ein Meer für große Gefühle.

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Theoretisch könnte ich überall baden gehen, doch praktisch sind die Wellen respekteinflössend und die Temperaturen etwas für Hartgesottende. Wenn die Sonne scheint, scheint sogar der Himmel blauer zu sein. Das Meer lädt auch zu irrwitzigen Beschäftigungen ein. Eine Fußballmannschaft trainiert im Meer.

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Sommerhauptstadt Pärnu 21.7.2015

Sonne satt Westwind

Heute nutzten wir die Räder für eine Stadtrundfahrt mit anschließendem Besuch am Strand. Pärnu wird durchzogen von schönen langen Alleen und hat einiges zu bieten. Mich beeindruckte wieder die russisch orthodoxe Kirche am meisten. Die Ikonostase bestach mit ihrer Farbigkeit, die Kerzen leuchteten.

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Die Stadt beherbergt alle die Cafés, Restaurants und Kaufhäuser, die auf unserer Fahrradstrecke fehlten. Überall bemerkten wir schon, hier sind Touristen willkommen und man beherrscht sein  touristisches Handwerk. Selbst ein Friseurbesuch war drin.

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Höhepunkt des Ruhetages wurde jedoch der Aufenthalt am Strand. Auch hier haben die Verantwortlichen alles gut durchdacht, Baden wird an diesem sehr schönen Sandstrand wirklich zur Freude, wäre da nicht der frische Westwind. Aber was soll ich sagen, im Wasser spürte ich ihn nicht. Das Wasser war sauber, klar und eine echte Wohltat. Ein schöner Abschluss für Estland.