Abschied vom Radfahren 2015

32 Tage dauerte unser Radabenteuer durch das Baltikum und Russland. Es führte uns in Tallinn beginnend, durch Estland, Lettland, Litauen, über das Kaliningrader Gebiet (Russland) bis in die Masuren. 1330 Kilometer strampelten wir mal mit Rückenwind, aber viel häufiger Gegenwind. Eine vorherrschende Windrichtung gab es nicht. Wir fanden immer eine Unterkunft und auch verhungert sind wir nicht. Je weiter südlicher wir kamen, desto besser wurde die Versorgungslage. Unsere Fahrräder haben mehr oder weniger gut durch gehalten. Von echten Pannen sind wir verschont geblieben.

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Die Reisekasse nahm natürlich durch die vielen Hotelaufenthalte kontinuierlich ab. Am teuersten war das tägliche Leben ist Est- und Russland. Sehenswürdigkeiten fanden wir hauptsächlich in den Städten. Die Ostsee zeigte sich von allen Seiten, mal stürmisch, mal sanft. Gebadet habe ich in jedem Land mindestens einmal. Die Samland Küste im Kaliningrader Oblast eignete sich am besten für einen Badeaufenthalt. In Lettland und besonders im Kaliningrader Gebiet waren die Menschen uns gegenüber am freundlichsten.

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Wieder unterwegs in Lettlands Weiten. 28.7. 2015

 

72 Km bewölkt Gegenwind

Wir sind wieder unterwegs auf Lettlands Radwegen und Straßen. Ja, richtig gelesen. es gab tatsächlich von Riga über Jurmala hinaus 40 Kilometer lang einen guten teilweise ausgezeichneten Radweg. Mit dem Rückenwind radelte es sich heute einfach perfekt. Kulinarisch wurde wieder einiges geboten, vom super Café bis hin zum Zivi Stand. Endlich konnten wir geräucherten Fisch probieren.

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An der Rigaer Bucht konnte ich sogar noch einmal kurz in den Wellen verschwinden. War verdammt kalt gewesen. Die Durchquerung von Kurland begann gleich mit einigen Hügeln. Der R1 ist nun unsere Richtschnur für die zweite Hälfte der Baltikum Tour von Tallinn nach Kaliningrad geworden. Das dargestellte Buch lässt sich als Grundlage gut verwenden.

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Immer dem Westwind entgegen 15.7. 2014

Nun endlich ging die Baltikum Fahrradtour los. In der Frühe verließen wir Tallinn und irgendwann war die Hauptstadt auch zu Ende. Und gleich am Anfang überraschte uns eine Fahrradautobahn von bester Güte. Sogar eine Beleuchtung hatten sich die Esten anbringen lassen. Um auf die Ostsee Inseln zu kommen, mussten wir immer nur dem Wind entgegen fahren. Mal mehr, mal weniger blies er uns  ins Gesicht. Eine gute Ausschilderung half bei der Orientierung, das Navi trotzdem unersetzbar. Der Bikeline ist schon 10 Jahre alt und so überrascht uns die Gegenwart mit besseren Straßen als angekündigt. Mal war ein richtiger Radweg unser Begleiter, mal eine 50 cm breite Abgrenzung auf der Straße unser Fahruntergrund. Lkws kamen schon mal bedrohlich nahe. Die Sehenswürdigkeiten hielten sich in Grenzen, ein Wasserfall und eine Klosterruine waren die Höhepunkte der Etappe gewesen.Landschaft mit Mohnblumen konnten wir dafür öfters fotografieren.

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Pood ist ein erstes Wort, was ich schnell erlernte, denn es bedeutet Einkaufen ist hier möglich. Restaurants oder Cafés sind Mangelware. So einen richtigen Ort haben wir auch nicht durch fahren, auch wenn viele Häuser auf der Karte eingezeichnet waren. Die Unterkünfte fanden wir am einfachsten über Booking. Com.

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Langwierige Anreise ins Baltikum11.7.2015

Ende gut, alles gut, kann ich leicht vorn weg erzählen, nur täglich möchte ich nicht mit Fahrrädern auf Reisen gehen. Es war schon ganz schön anstrengend und stressig zwei Fahrräder am Checkin einzupacken. Beim nächsten Mal wird es besser. Dank der Hilfe von Reinhart, Anne und Mathias konnten wir alle anfallenden Probleme irgendwie lösen. Am entspanntesten waren noch die Beamten, wir selber liefen alle irgendwann mal rot an.

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Was solls, die Fahrräder scheinen die ganze Aktion gut überstanden zu haben. Apropos Flug mit Estonia Air. Ein wirklicher Billigflug, außer einem Glas Wasser gab es nichts. Gut, das wir uns vorher den Magen vollgeschlagen haben. Danke Angela.

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