Überraschungen abseits der Oder 12.8.2020

72 Kilometer Nowa Sol Brzeznica heiß Rückenwind
Etwas abseits der Oder ging es westwärts. Überraschungen gab es von Anfang an. Eine kleine Stadt gleich hinter Nowa Sol glänzte mit einem perfekten Radweg samt Erste- Hilfe Station.

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Zielona Gora Grünberg war bald erreicht, wenn auch einige Höhenmeter zu bewältigen waren. 190 Meter über normal Null hätte ich so nicht erwartet. Das Grünberg eine Weinstadt ist,

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erkannten wir schon an den Weinfiguren in der Innenstadt sowie auch an dem sehr schönen Weinhaus im Freilichtmuseum südlich von Zielona Gora.

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Die Überraschungen gingen weiter, mal viel Verkehr, mal wenig Verkehr, ein Militärmuseum mitten im Wald mit Dutzenden Panzern und Flugzeugen. Ich war so überrascht  von einer Mig 21 , dass ich total vergessen habe zu fotografieren.

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Tolle Ferienobjekte überraschten mich ebenso wie die tolle Unterkunft in der Alten Mühle zu Brzeznica

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samt regionalem schmackhaften Bier mit 8 Prozent.

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Himmel und Hölle auf dem Oder-Radweg 11.8.2020

 

83 Kilometer heiß Sniawa-Nowa Sol
Heute ging es hoch- und abwärts, aber nicht weil so viele Berge da waren, einfach die Streckenführung war sehr gewöhnungsbedürftig. Mehr als einmal hieß es gelbe Straße 292 mit vielen LKWs oder Sandweg.

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Und beides gab es heute total. Vormittags ließ sich die 292 noch recht komplikationslos befahren. Mittags waren es schon zu viele Brummis gewesen.f-oderradweg-lebus

 

In welcher Heftigkeit hat mich sehr überrascht. Über Kilometer hinweg war Schieben in der Sandhölle angesagt.

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Aber es gab auch himmlische Momente. Glogau besuchte ich 1976 das erste Mal mit dem Fahrrad. Es wurde im 2. Weltkrieg total zerstört. Und wie sieht es heute aus.

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In Bytom Odrzanski war so ein magischer Moment.

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Der Markt mit Restaurant und der Blick über die Oder faszinierten.

Nowa Sol hatte auch seine ganz eignene Oder-Ansicht zu bieten.

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Danke an alle Schutzheiligen dieser Straßenwelt.

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Fahren an der Oder bei 32 Grad 10.8.2020

83 Kilometer Wroclaw Scinawa bedeckt und heiß
Frühmorgens heißt die Devise muss der Start erfolgen,

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die Strecke sollte möglichst auf Radwegen durch die Großstadt verlaufen und Trinkpausen Alltag sein. Genauso sind wir die heutige Etappe angegangen. Die Rausfahrt aus Breslau erwies sich als leicht dank vieler breiter gut geführter Radwege.

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Aufpassen war trotzdem angesagt, das Straßenbahn und schnelle Autos nun mal stärker sind. Die 13 Kilometer in Wroclaw fuhren sich wie Butter. Ein gelungenes und sicheres Radwegesystem lockte nicht nur Fernradler an.
Außerhalb der Großstadt war dank Komoot die Wegführung fast immer asphaltiert und selten ein loser Untergrund vorhanden. Der Weg durch den Wald hatte aber immer einen kühlenden Effekt.

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Vor 23 Jahren waren wir schon einmal bei dem wohl größten Kloster Europas Lubiaz zu Gast gewesen.

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Etwas weiter sind die Renovierungsarbeiten voran geschritten, aber weitere vierzig Jahre werden wohl noch vergehen müssen.

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Eine Zukunftsversion liegt schon vor, aber in der Realität werden wohl noch zehn Schippen drauf gelegt werden müssen. Einige Säle zeugen aber vom Glanz vergangener Zeiten.

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Die Oder sahen wir heute nur selten, zwei gigantische Brücken einmal mit Radweg und einmal ohne waren die einzigen Begegnungen gewesen.

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Natur pur im Oder Land 7.8.2020

Opole- Wroclaw 93 Kilometer
Rückenwind warm bis heiß
Unsere erste Hitzeetappe begann 7.30 Uhr auf einem Feldweg direkt am Hotel. Meistens waren es heute auch wieder asphaltierte Abschnitte, aber die naturbelassenen waren doch heute nur knapp unterlegen.

Der Blaue Radweg begegnete uns immer wieder, leider immer ohne ein echter Radweg zu sein. Die Idee zählt, aber fahradfahrende Massen werden diesen Weg nicht nutzen. Im Moment noch zu recht, denn manche Abschnitte sind doch zum Haareausraufen gewesen. Erschwerend kam noch hinzu, dass es ja drei Tage vorher ergiebig geregnet hatte. Hunderte von Pfützen erschwerten die Routenführung enorm.

Die Alternative wäre eine gelbe Straße gewesen, doch das geht gar nicht.
Zu spüren gab es kühle Wälder, heiße Felder und ein modernes Polen fanden wir links und rechts der Strasse. So war ein Solardach auf den Dach einer Kirche, was schon fast Normales.


Trotz Warnweste und Licht ist die Gefahr übersehen zu werden recht groß.

Also möglichst meiden und sich durch den Schlamm im Wald und den Sand zwischen den Feldern wühlen. Größter Pluspunkt für Polens Natur waren das Vorhandensein von unzähligen Massen an Mücken. Jede zehn Minuten Autan halfen genau fünf Minuten gegen die Quälgeister.

Den Kampf hat zumindestens Michaela klar verloren. Doch irgendwann waren alle Pfützen durchquert und die Oder grüßte uns kurz vor Wroclaw wieder. Bei Schlesischem Himmelreich und drei halbe Bieren war die Welt wieder in Ordnung.

Tour de Pologne 6.8.2020


Kedzierzyn-Kozle – Opole 62 Kilometer
bewölkt bis sonnig
Die heutige Etappe war kilometermäßig nicht allzu doll, aber mit einer Bergwertung und diversen lose Untergrundstrecken doch ziemlich anstrengend. Wir beschweren uns nicht, wir haben ja extra die Wegführung über den Heiligen Annaberg gelegt.

Die Wald und Wiesenstrecken lassen sich nicht immer umfahren und manchmal waren sie sogar besser als die LKW verseuchten Landstraßen. Ein zarter Anfang einer Radwegführung fanden wir ebenso wie den Jakobsweg. Doch die Polen sind hart im Nehmen, eine Eisenbahnquerung ohne Bahnübergang erhöht mit zwei schwerbepackten Fahrrädern doch die Pulsfrequenz.


Die Klosterkirche auf dem Annaberg war unser Höhepunkt nicht nur auf unserer heutigen Etappe.


Als Stadt stach Oppeln aus dem Dorfeinerlei heraus. Auch heute gab überall Baustellen von neuen Häusern, Brücken, Umgehungsstraßen, alles wird in Polen erneuert oder ist schon fertig.


Die Radrennfernfahrt Tour de Polongne begegnete uns heute auf dem Annaberg und mit großem Tamtam in Oppeln.

Wie zu Friedensfahrtzeiten standen die Leute und erwarteten den Pulk. In wenigen Sekunden war dann alles vorbei.

Die Sonne für Radler in Polen 5.8.2020

Ostrov -Kedzierzyn-Kozle 81 Kilometer bedeckt bis sonnig
Unsere zweite Etappe auf der Oder-Tour führte von Tschechien nach Polen. Mit jedem Kilometer wurde das Wetter sonniger.

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Wir stellten uns wieder auf Hitze ein. Die Höhenmeter hielten sich in Grenzen, Komoot hat eine Strecke vorgeschlagen, die halbwegs ging.

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Nur an wenigen Stellen veränderten wir die gewünschte Richtung.

Das Oder-Land erwies sich als iddylisch.

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Kultureller Höhepunkt war der Besuch der Piastenkapelle mit goldener Karte gewesen.

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Zwar ein Nachbau, aber ein sehr schöner. Raciborz hatte ebenso einen niedlichen romantischen Marktplatz samt polnischem Essen.

Selbst Radler ist in Polen angekommen.

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Dauerregen als Wegbegleiter 4.8.2020

1.Tag  Klokocov -Ostrov 71 Kilometer
Die erste Etappe war nach 6 Stunden zu Ende . Froh und geschafft kamen wir gegen 14.00 Uhr im Hotel Trio in Ostrov an. Das Appartment war das ganze Gegenteil von gestern gewesen, groß, hell und gemütlich im Vergleich zu der Jugendherberge von gestern. Doch wie fuhr es sich auf unserer ersten Oder Radtouretappe.

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Die Wegführung wurde mir ja von Komoot vorgeschlagen und zu 90 % stellte sich die Wegführung als gut bis sehr gut heraus.

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Bei ein wenig gutem Willen der Behörden und eines Fahrradclub ließe sich eine gute Oderradwegführung festlegen. Berge waren nicht allzuviele. Der Anteil von Bundesttraßen und unbefestigten Wegen hielten sich in Grenzen, doch auch wenige Kilometer können die Radtour schnell zum Ende bringen. LKWs sind immer eine Gefahr und steinige unbefestigte Pisten stellen immer eine Belastung für Mensch und Maschine dar.
Die Oder sahen wir des öffteren und Odry als Stadt war ein kleiner Halt im Cafe wert.

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Einige Hinweisschilder zeigten uns das Interessante der Gegend an. Ostrov zu erreichen, erwies sich noch einmal als mentale Herausforderung. Autobahnen, Gleise und auch die Oder stellten fast unüberwindbare Hindernisse dar.

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Ein Spaziergang durch Ostrov ist aber unbedingt anzuraten, denn die Stadt hat im Zentrum einige sehr schöne Straßen und Plätze zu bieten. Und die Oder Promenade war auch was Besonderes. Ebenso wie ein Besuch in einer tschechischen Kneipe samt einem Slivovic.

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Anreise mit Hindernissen 3.8. 2020

Reisetagebuch Oderreise 2020

Wermsdorf Klokocov Regen 517 Kilometer
Die Anreise nach Klokocov war mit Hilfe von Thomas und Claudia möglich geworden.

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Er und seine Freundin Claudia begleiteten uns durch den regennassen Tripp durch ganz Tschechien. Morgens halb 8 ging es los und mit vielen Baustellen und einem Stau kamen wir gegen 18.00 Uhr in unserer Unterkunft Farma an. Gewählt hatte ich ihn wegen der Odernähe, doch Schein und Sein waren doch recht unterschiedlich. Zwei Zimmer mit jeweils zwei Betten waren tatsächlich vorhanden,

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Frühstück, Abendbrot und Whirlpool sind im Nirvana verschwunden. Trotzdem wurde es ein lustiger Abend, dank der guten Laune von Claudia und Thomas. Zu allem Überfluss fielen auch noch drei von vier Lampen im Auto aus. Gegen 19.00 Uhr war da guten Rat teuer.

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Doch, oh lieber Gott, vielen Dank, Thomas konnte das Problem lösen. Zwei H 7 Birnen gekauft und mit Michaela im Duo wurden sie erfolgreich eingebaut. Ein gemeinsames Abendessen beim Vietnamesen rundete den Abend ab.

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Krönung war das Leeren einer Rumflasche.

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Er roch sehr seltsam schmeckte noch komischer, aber mit Cola wurde er vernichtet. Thomas , Claudia und mein Auto sind zurück nach Wermsdorf und wir warten auf eine Pause im Dauerregen.

Danke Claudia, Danke Thomas, Danke Michaela.

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Im Osten was Neues 12.5. 2018

Im Osten was Neues 12.5. 2018

Die Tour Brandenburg führt im Osten von Norden Bad Freienwalde über Strausberg 45 Kilometer nach Beeskow 75 Kilometer. Der Radweg war gleichbleibend gut asphaltiert. Es machte Spaß auf ihn zu fahren.

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Die Ausschilderung der Tour Brandenburg war etwas sparsam gehalten, so bald der Spree Radweg in Fürstenwalde dazu kam, war die Beschilderung super. Nicht nur durch Wälder ging es gen Süden, die Spree mit seinen vielen Verästlungen brachte Abwechslung in die waldreiche Fahrt. Die Übernachtungen müssen gerade über Feiertage monatelang im voraus gebucht werden, sonst sieht man alt aus. Für die kulinarische Versorgung war aber bestens gesorgt. Kleine Cafés, Fischrestaurants , vieles liegt direkt am Wegesrand. Sehenswertes haben wir wieder selber festgehalten z.B. IFA Freunde Fürstenwalde , aber vor allem Natur und nochmals Natur.

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Brandenburger Radparadies und Hölle 10.5.2018

Brandenburger Radparadies und Hölle 10.5.2018

Brandenburger Radweg sind für Fernradler bestens geeignet, dass weiß ich ja schon seit Jahren. Nun sollte der letzte Teil der Tour Brandenburg auch dazu den Beweis erbringen. Und so sollte es auch kommen. Obwohl die Ausschilderung Tour Brandenburg komplett fehlte leitete uns das Navi zielsicher von Templin nach Bad Freienwalde. Meistens flach, doch ohne Steigungen ging es nicht die 70 Kilometer durch das Brandenburger Land. Solange wir auf dem Radweg geblieben sind war er meist asphaltiert und fuhr sich tadellos. Doch sobald wir eine Abkürzung nehmen wollten, ging es direkt in die Radfahrhölle. Der alte historische Weg war meist ein Weg voller Kopfsteinpflaster.

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Zur Hölle machten den Radweg auch die unzähligen ungebetenen Gäste, sobald wir auch nur zwei Sekunden angehalten haben Mücken ohne Ende. AM Rande des Weges gab es nicht nur die Schorfheide und das Oderbruch zu bewundern , ein Biorama in Joachimsthal war der Höhepunkt unser heutigen Tour gewesen. Das Kloster Chorin glänze mit einem saftigen Eintrittspreis und einem echt guten Café betrieben vom Ökodorf Brodowin.

Unser Starthotel in Templin ist auch eine besondere Erwähnung wert, nicht nur Essen, Service und Unterkunft waren super, auch Michael Fischer Art hat dem Ahorn Hotel seinen unverwechselbaren bunten Stempel aufgedrückt.IMG_9952