Buntes Burjatien 15.9.2018

Buntes Burjatien 15.9.2018

Ja, was ist Burjatien. Auf dem ersten Blick eine wilde Mischung aus Sowjetunion, ein wenig Russland und viele unbekannte Eindrücke. Der Reihe nach.

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Ulan Ude als Hauptstadt Burjatiens hat natürlich mehr zu bieten als den überdimensionalen Lenin Kopf. Mit Larissa einer echten Burjatin erkundeten wir als erstes die schönen Ecken von der“schönen Stadt“, was Ulan Ude, übersetzt heißt. Das überdimensionale Tor erinnert an den historischen Anfang der Transsibirischen Eisenbahn. Die Fußgängerzone ist voller alter Kaufmannshäuser. Jüdische Kaufleute spielten in der Erfolgsgeschichte von Ulan Ude eine Hauptrolle. Ihre Geschäftstüchtigkeit erbrachte der Stadt Wohlstand und schöne Holzhäuser.

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Das bunte Burjatien wird vor allem durch den Buddhismus bestimmt. Ein Besuch im Ivangolski Kloster gehörte daher auf unser Besuchsprogramm. Die bunte Außenpracht überraschte uns doch. Wilde Fabelwesen und wütende Götter schauten von überall auf uns herab. Gebetsmühlen und herum fliegendes mongolisches Geld bestimmten die Fotomotive. Dank Larissa lernten wir viel vom Buddhismus. Die üblichen Touristenbuden gab es aber auch.

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Nicht mal 50 Kilometer weiter gab es eine ganz andere Welt zu erleben. Im 17. Jahrhundert spülte die Geschichte die Altgläubigen in das Gebiet von Ulan Ude. Mit Sack und Pack kamen sie in ein Nichts und kultivierten das Land. Ihre Dörfer zeichnen sich durch eine fotogene farbige Pracht aus. Das trifft auf die Häuser aber auch auf die Menschen zu. Viele Häuser sind sehr in Schuss, von Armut weit und breit nichts zu sehen. Museum und Kirche sind selbstverständlich geöffnet und wir besichtigten sie. Auch hier wieder dank Larissa verstanden wir die Exponate und Zusammenhänge.

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Das Schönste kam aber zum Schluss. Wir durften bei Nadeschda zu Gast sein. In einem authentischen Holzhaus wurden wir empfangen und beköstigt. Alles aus eigenem Garten und Stall schmeckte vorzüglich. Ob nun Schi , Salo oder Piroggen mit Schmand, absolute Spitze in der Köstlichkeit. Das es Samogon ,selbst gebrannten Schnaps, gab samt Trinksprüche ,ist eine Selbstverständlichkeit. Nadeschda gab sich sehr viel Mühe, aber der Hammer kam in Person zwei alter Damen . Nicht nur das Kostüm stimmte, auch ihre Gesangskünste waren einmalig schön. Es wurde immer lustiger und es hätte nicht mehr lange gedauert und wir wären nun endgültig nach Sibirien freiwillig ausgewandert. Danke Larissa, danke Nadeschda, danke ihr Gesangsdamen vom kältesten Dorf südlich von Ulan Ude.

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