Schock Transsib 8.9.2018

Schock Transsib 8.9.2018

So nun kommt schon der zweite Teil unserer Fahrt durch Sibirien. Von Krasnojarsk nach Irkutsk sind es nur 1100 Kilometer oder 16 Stunden Bahnfahrt. Schon recht wenig, lohnt sich das Auspacken gar nicht so richtig. Die Anfahrt zum Hotel haben wir mit dem Taxi unternommen, statt die 2,4 Kilometer zu laufen. Selbst Günter ist brav mitgefahren. Und das Ganze für 140 Rubel 1.80 Euro.

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Der Bahnhofsvorplatz war wieder ein ganz schöner gewesen. Springbrunnen und auch ein Lenin Bild durfte nicht fehlen.

Dieses Mal fuhren wir tatsächlich mit einem Zug ,der von Moskau nach Wladiwostok durchfährt. Zug Nr.: 2.

Auch hier ist eine Fahrkarte überflüssig, Hauptsache die Namen tauchen in einem Minicomputer der Wagenverantwortlichen auf. Unsere war dieses Mal eine echte Matrone, wohlgenährt, sehr nett und geschäftstüchtig. Kaum gesessen hatte sie mir schon einen Tasse für 700 Rubel verkauft, die auf dem Bahnhof vielleicht 100 gekostet hätte. Aber was solls.

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Oh Schock, das ist unser Abteil, keiner schläft oben. Alles in blauem Samt gehalten mit geheimen Fächern. Alles sehr praktisch und gastfreundlich eingerichtet. Die Gute Deschurnaja konnte sogar englisch, so dass sie den Schockzustand immer noch ein bisschen weiter aufrecht erhielt. Selbst Günter staunte immer wieder Bauklötze. Kleinigkeiten, die aber eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn zu einer angenehmen Fahrt werden lassen. Ich liebe es so. Unser Plan, alles auszuprobieren, funktioniert. Natürlich lernen wir so keine russischen Schnarchbären und hübsche Kasanerinnen kennen. Aber wir können ja nicht alles haben. Die Sonne scheint immer noch in Sibirien und auch in meinem Herzen macht sich die Sonne breit.

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Drei Stunden später scheint die Sonne immer noch . Endlich habe ich mal Zeit und Gelegenheit Sibirien näher zu betrachten. Bäume sind klar in der Überzahl, Menschen sind eher selten zu sehen. Die Eisenbahn schiebt sich kontinuierlich nach Osten , ein leichtes Vibrieren ist natürlich auch in der ersten Klasse zu verspüren. In der ersten Klasse konzentriert man sich mehr auf sich und die Landschaft, die draußen vorbei zieht. Birken, Birken und nochmals Birken. Russland ist Birkenland. So bald die Waldkante etwas Blick frei gibt , wandert das Auge zum endlosen Horizont.

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Vom Rest des Zuges bekommen wir absolut nichts mit. Und der Höhepunkt, 19.00 Uhr dürfen wir in den Speisewagen. Das Essen ist inklusive in der ersten Klasse. Schockzustand, halte an.

Nicht alles ist gut, die Babuschkas wurden tatsächlich von den Bahnsteigen verbannt. Sie machten doch auch den Reiz der Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn aus. Einfach verboten. Doch die Russen sind halt Russen, so wird eben neben dem Bahnsteig verkauft. Nicht viele Babuschkas gibt es noch, aber einige Standhafte verkaufen Blaubeeren, Tomaten und natürlich eingelegte Gurken. Sibirische Gurken sind eine absolute Delikatesse. Da werde ich immer wieder schwach.

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Noch ein kleiner erste Klasse Schock wartete auf uns. Wir bekamen gratis ein Abend Menü serviert. Nicht viel , aber schmackhaft, Äpfel, Wurst und Beuff Stroganof.

Zum Schluss noch ein paar Worte, mit welcher Klasse sollte man mit der Transsibirischen Eisenbahn fahren. Am besten mit allen dreien, Klasse 1 und Platzkartny haben alle Vor- und Nachteile. Findet sie selber heraus. Ein Abenteuer ist aber die Fahrt nicht mehr, aber ein Erlebnis. Ach so, besser geschlafen habe ich in der 3. Klasse.

 

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