Russisch Wandern Ein Wahnsinnserlebnis 26.8.2018

Russisch Wandern Ein Wahnsinnserlebnis 26.8.2018

Ja, an diesem Tag habe ich gemerkt, dass ich alles richtig gemacht habe.

Sabbatjahr, Baikalsee, August, alles richtig, auch die Reisegruppe ist super.

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Doch der Reihe nach.

Russische Wanderung fängt mit einer 5 stündigen Autofahrt von Listwjanka über Irkutsk an das kleine Meer an. Die Landschaften wechseln im Stundentakt. Am Anfang unseres russischen Wandertages stand jedoch eine Besuch bei den burjatischen Geistern auf dem Plan. Kann ja nie schaden, leider hatte ich weder Brot, Kleingeld oder eine Zigarette. Kaum wandte ich mich zum Gehen ohne Opfergabe, schon hatte ich eine fette Blase am Fuß. das könnte gefährlich werden. Steppe und Taiga wechseln sich ab, selten unterbrochen von Ortschaften. Manchmal wanderte das Auge kilometerweit und manchmal blieb es schon nach wenigen Metern an einer Kuh hängen. Oft schlummerte ich einfach in das Reich der Träume.

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Nachmittags um vier, wenn der Deutsche spätestens an den Heimweg denkt, fängt der Russe erst Mal richtig an. In einer Wahnsinnsoffroadfahrt ging es nur wenige Kilometer querfeldein, aber mit jedem Kilometer wuchs der Spaßfaktor, wenigstens in der ersten Reihe. Festhalten und schreien waren angesagt. Unser russischer Fahrer hatte sichtlich Spaß an den vielen Steinen, Querrinnen und sonstigen Hindernissen. Auch mir ging es Meter für Meter besser. Ein tolles Erlebnis.

Nun begann aber die eigentliche Wanderung, schön bergab, den Baikal vor Augen ging es gemächlich dem See entgegen. Die Felszeichnungen waren schnell erkundet und dann wurde zum dritten Mal gebadet. Das Wasser war wieder klar ohne Ende, leider waren auch wieder die vielen rutschigen Steine vorhanden. Dem Badespaß nahm es nicht den Reiz.

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Doch nun ging die russische Wanderung in ihre entscheidende Phase. Wir mussten ja wieder Berg hoch. Links ging es steil nach oben, rechts genauso.

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Wo nun lang. Nun hier mal ein Wort zu den russischen Führern und dem Geld was sie kosten. Sie sind nicht billig aber jeden einzeln Rubel(Euro) wert, den sie kosten. Ohne russischen Führer wären die deutschen Reisenden aufgeschmissen. Ohne mit der Wimper zu zucken folgten alle brav dem Reiseleiter. Und es ging nach oben, am Ende waren es etwa 170 Höhenmeter , die es zu bewältigen gab. Trittsicher und ohne Angst gelangte nicht nur ich nach oben. Bei jedem Blick zurück wusste ich, warum ich hier her wollte. Ein Traumziel hielt was es versprochen hatte. Danke Baikal, danke Burchan.