Eine Kreuzfahrt in Russland 12.7.2018

Eine Kreuzfahrt in Russland 12.7.2018
Eine Kreuzfahrt ist schon etwas anders, als meine individuellen Reisen. Los ging es am Nördlichen Flussbahnhof, der schon eine Reise wert ist.
Unser Schiff heißt Russ und wurde 1987 in Boizenburg gebaut. Die Mannschft besteht aus Profis und Betreuern, die alle meist Studenten sind.

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Selbstverständlich müssen wir uns an festgelegte Zeiten und Abläufe halten. Die Kabinen sind eng und pragmatisch eingerichtet. Die Einrichtung versprüht den Charme der 60er Jahre. Die Russ ist wohl ein typisches Kreuzfahrtschiff aus Sowjetzeiten und in der DDR gebaut worden. Die Speisesäle sind eng und das Sonnendeck übersichtlich. Der Internetempfang begrenzt auf einen Bereich, aber dafür in vorzüglicher Qualität. Die Mahlzeiten sind bisher nur zaghaft russisch angehaucht, und die Qualität des Essens eher durchschnittlich.
Endlich ging es los mit der Ausfahrt und zwar mit Pauken und Trompeten. Eine Ausfahrtsmelodie begleitete und gleich zwei Mal. Vor uns lief ein Schiff mit dem Ziel Astrachan aus. An Bord wahrscheinlich nur Russen und das merkte ich sofort. Ganz anders als auf dem deutschen Schiff ging es dort ab. Es wurde von Anfang an getanzt, gelacht, gescherzt, die gute Stimmung erfasste auch unser deutsch gedämpfte Stimmung umfassendes Schiff. Noch einige Male hörten wir das lebenslustige Treiben der russischen Kreuzfahrer, während an Bord unser von deutschen geprägten Schiffe es doch viel ruhiger und stimmungsloser zuging.
Ein erster Höhepunkt an Bord war der Begrüßungsempfang der Besatzung samt Kapitän gewesen. Das Wetter spielte mit und so strahlten alle um die Wette. 250 Gäste und eine nicht näher bestimmte Anzahl an Bordmitgliedern gestalten nun den Alltag auf der 1600 KM Reise nach Sankt Petersburg.
Ein weiterer Höhepunkt folgte gleich darauf. Ein Sirenenton durchfuhr den Schiffskörper, jeder wusste, das war der angekündigte Probealarm. Nun aber schnell in die Kabine und die Schwimmweste umlegen. Bei Michaela ging es schnell, bei mir funktionierte wieder gar nichts. Doch mit vereinten Kräften klappte es schließlich auch bei mir.
Und noch war der erste Tag auf dem Schiff nicht zu Ende. Immer hin wartete die erste von 10 Schleusen auf das Schiff und die Fotografen. Der stalinsche Baustil hat auch hier seine Spuren hinterlassen.
Auf dem Kreuzfahrer ist immer was los, ob nun Frühsport oder Russisch Lernen. Bingo und russische Lieder singen sind weitere Angebote. Fotografieren geht immer.

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Der Abschluss bildet der obligatorische Sonnenuntergang und der fakultative Drink. Wolga Wolga hieß der heutige.

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