Überraschungen auf der Fahrt nach Prag 30.6. 2016

 

65 Kilometer Podebrady Prag bewölkt

Gott war ich dieses Mal froh, endlich am Ziel angekommen zu sein. Diese Fahrt war nicht toll. Zuerst hörte der schöne Radweg an der Elbe bald auf und es folgte ein kilometerlang nicht ausgebauter sandiger Abschnitt.

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Nur gut, dass es nicht geregnet hat. Positive Überraschung war ein kleines mittelalterliches Dorf in Ostra Hortus botanicus. Mit viel Liebe und Fachwissen wurden mittelalterliche Handwerke lebendig dargestellt. Schön war aber vor allem die vielfältige Gartenanlage. Ob Mönchsgarten, Kunst oder Weißer Garten, alle waren sehr sehenswert.

Der Weg nach Prag wurde zum Geduldsspiel. Einen Weg per GPS Daten hatte ich nicht gefunden, so war es eine Frage der Zeit bis ich i der Metro gelandet bin. Das war noch relativ harmlos, aber die Berg und Talfahrt danach ließ mich fast verzweifeln. Schönes Licht auf dem Wenzelsplatz entschädigte für alle Widrigkeiten.

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Im Galopp durch Tschechien 29.6.2016

 

heiß 70 Kilometer Gegenwind Pardubice Podebrady

Heute sollte ein heißer Tag werden. Wetter-online hatte es vorher gesagt. Und die Realität hielt Wort. So war unsere Lust auf naturnahe Radwege doch sehr gedämpft. Im Prinzip fuhren wir 60 der 70 Kilometer auf der Straße, nur in einigen wenigen Fällen gab es einen begleitenden Radweg oder einen echten Radweg an der Elbe lang. Es fuhr sich dadurch recht flott, eben wie im Galopp flogen die Kilometer an uns vorbei. Mit Kofola ließ es sich aushalten.

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Aber mit den Pferden hatten wir es tatsächlich. Wir besuchten das Nationalgestüt in Kladruby. 250 Pferde werden hier gepflegt und gehegt. Auf Besucher eingestellt, war eine Führung kein Problem gewesen. Stattliche, wilde, stolze und schön anzusehende Tiere.

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Podebrady erwies sich als ein schöner Etappenort am Elberadweg. Eine Kurstadt mit Schloss, König und einem sehr schönen Kurpark.

Elbe Radweg in Tschechien 28.6.2016

 

50 Kilometer Jaromer Pardubice sonnig

Heute bot der Elbe Radweg alles, was ein Radler so erleben kann.

Die ersten 25 Kilometer von Jaromer nach Hradec Kralove waren somit das Schönste, was der Radweg bisher geboten hat. Sehr gut ausgeschildert, immer an der Elbe entlang und mit einem hervorragendem Untergrund. Hier hat mal wieder die EU gewirkt. Es ist ein Radweg vom allerfeinsten entstanden. Und er wurde prompt genutzt. Leider veränderte sich das Richtung Pardubice nach Hradec Kralove ins Gegenteil. Kein ausgebauter Radweg, keine ordentliche Ausschilderung und immer irgendein Auto im Rücken. Nicht geeignet für eine gemütliche Radfahrt.

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Höhepunkte waren heute die beiden böhmischen Städte Hradec Kralove und Pardubice. Beide haben einen schönen Markt samt vieler sehenswerter Häuser zu bieten. Ein wenig Romantik weht durch die Gassen. Ein wenig Europa fand sich nicht nur in der Beflaggung, ein kroatischer Eisverkäufer, der die beste Eisshow Europas in Hradec Karlove in fließendem Tschechisch und bestem Deutsch darbot. Hoch hinaus ging es für uns auf den weißen Turm in Königgrätz. Die Schlacht von 1866 wurde recht eindrücklich gezeigt. Immer und überall fanden wir eine Maria Statue.

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Ein Drink Made in Tschechien wurde zum Abschluss unserer Böhmenfahrt fast zum Debakel, denn der Made in Czechy bestand aus Absinth und Gin. Was für ein Getränk, für uns kam es noch zu früh.

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Mit der Elbe um die Wette 27.6.2016

nass 70 Kilometer Spindlermühle-Jaromer

Es begann mit einer Schussfahrt von Spindlermüle nach Vrchlabi . Nicht nur die Elbe stürzte sich todesmutig in die Tiefe , auch wir trotzten dem Regen ganz unerschrocken.

Regenkleidung ist alles.

Die obere Elbe mit ihren vielen Felsen und kleinen Wasserfällen gehört zu den schönsten Abschnitten des Elberadweges. Die Ausschilderung mit der Nummer Zwei begann in Vrchlabi. Sie war dann fast überall wieder zu finden. Ein Navi ist aber trotzdem unerlässlich. Ein zweimal haben wir uns trotzdem  verfahren. Die Wegstrecke führte meist auf Straßen im Wettkampf mit LKWs, aber an manchen Stellen überraschten uns die Tschechen doch mit einem wunderbaren Stück neuem Radweg. Leider hört der an unangenehmen Stellen einfach wieder auf. Eine Logik ist nicht immer erkennbar. Touristischer Höhepunkt auf diesem Streckenabschnitt des Elberadweges ist ohne Zweifel der Safari Park nahe Dwur Kralove. Unmittelbar am Radweg gelegen, lädt der Park zu einer Stippvisite förmlich ein. Bestens organisiert und im preislichen Limit waren wir zwei Stunden zu Gast in Afrika gewesen. Mit viel Mühe und Übersicht wurde eine Savannenlandschaft entwickelt, in der es tatsächlich freilaufende Tiere gibt. Wenn sie denn laufen , sieht das attraktiv aus. Der Höhepunkt war jedoch der Besuch bei den Löwen, die aber den Höhepunkt glatt verschliefen. Am Abend gab es dann das tschechische Bier zur Belohnung nur für den Menschen.

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Wanderung zur Elbequelle 26.6.2016

neblig bis warm 20 Kilometer Wanderung

In der Frühe regnete es aus vollen Kannen. So dass die Wanderung zur Quelle der Elbe scheinbar unter keinen guten Stern zu stehen scheint. Doch es wurde von Stunde zu Stunde besser. Die Sonne kam mit dem Abstieg wieder, doch der Reihe nach. Erst einmal ist es eine gute Entscheidung die Seilbahn zum Medvedin zu nehmen. So sparten wir schon einmal 800 Höhenmeter. Doch der Weg zur Quelle wurde immer länger und bald auch anstrengend. Aber ein rüstiger , wenn nicht sogar drahtiger Rentner aus Hannover , war so voller Energie und guter Geschichten, dass wir bald gemeinsam die Elbequelle erreichten. Ein gemeinsames Foto samt Wünsche auf eine gute Reise, dann ging es wieder abwärts. Gert verabschiedete sich, wir aßen natürlich erst mal kräftig. In Tschechien sind Gulasch mit Knödel und Heidelbeerknödel ein einfaches Muss.

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Die 9 Kilometer Rückmarsch waren dann doch schon sehr anstrengend. Stein für Stein ging es aber konsequent nach unten. Die Elbe begleitete uns mit ihrem gleichmäßigen Rauschen , die Elbe hat sich hier tief eingeschnitten. Ein Grand Canyon der Elbe.Für eine erste Unterwasseraufnahme taugte die Go pro, für Videoaufnahmen mit Ton ist sie leider völlig ungeeignet.

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Unsere Empfehlung, Fahrrad im Stall lassen, die Seilbahn nutzen, und gemächlich an der Elbe absteigen, denn zum Schluss wartet ein schöner Kaffee oder ein schönes Eis.

Die Elbe ruft 25.6.2016

Beginn mit Hindernissen heiß und nass 307 Kilometer Auto

Die Elbe wollen wir von der Quelle ab befahren, so unser erstes Radfahrziel in diesem Sommer. Hitze und Gewitter begleiteten uns  Kilometer für Kilometer Richtung Riesengebirge.

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Spindlermühle sollte der diesjährige Startort unser kleinen Elbe Radtour werden. Wie kommt man am besten ins Riesengebirge, das war so die erste spannende Frage zu Beginn der Elberadtour. Mit dem Zug ist theoretisch eine Option, doch bei der konkreten Planung bemerkte ich bald die Unmöglichkeit. Also Zug gestrichen, ein Autofahrer musste her. Thomas Glagla war so gut uns zu fahren.

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5 Stunden Anreise müssen erst mal überstanden werden. Der Weg bis ins Isergebirge war ja noch recht gut befahrbar, durch das Gebirge war es dann doch recht beschwerlich. Die Oberelbe bei Spindlermühle entschädigte doch für die erlittene Mühsal.

Die Elbe bei Spindlermühle
Die Elbe bei Spindlermühle

Nun sitzen wir im Riesengebirge und erfreuen uns an der schönen Aussicht. Danke Thomas.

Der Wolfsradweg

5.6.2016  45 Km heiß

Der Wolfsradweg ist wohl einer der kürzeren Wege, aber trotzdem lohnenswert. Immer wieder wird der aufmerksame Radfahrer an den unsichtbaren Mitbewohner erinnert. Der Radweg ist recht annehmbar, immer abseits der Straße. Landschaftlich geht es durch zwei absolute Extreme. Auf der einen Seite idyllische Wald und Wiesenlandschaft und auf der anderen Seite der noch aktive Tagebau.

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Energie hin oder her, dieser Teil der Landschaft ist beeindruckend zerstört. Der Erlichthof in Rietschen ist wohl das lohnenswerteste Ziel am Wolfsradweg. Nicht nur die Wolfsscheune, auch das Museum und die historischen Häuser samt Geschäften sind sehenswert. Baden im Bärwalder See ist ein schöner Abschluss.

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