Peterhof vom Feinsten 18.7.2018

Peterhof vom Feinsten 18.7.2018
Nun sollte es also Peterhof herausreißen. Touristen waren natürlich auch schon wieder viele da, nur dieses Mal hatten wir uns an das Gedrängel schon gewöhnt. Bei den Massen an Menschen bleibt dem Museumspersonal wohl gar nichts anderes übrig. Mit Würde und Präsision schoben sie die Goldsüchtigen durch die Räume der Romanows.

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Räume für den Staat und private Räume lassen sich anschauen. Der Thronsaal ist schon was Besonderes.Das Schloss ist wirklich sehr sehenswert, die Restauratoren haben ganze Arbeit geleistet. Von den deutschen Kulturbarbaren fast vollständig ausgelöscht, ist das Schloss samt seiner Fontänen wie ein Phönix aus der Asche gestiegen. Außen wie innen ist das Schloss samt Park eine Augenweide.

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Die Fontänen sind natürlich der Hingucker. Amateure und Profis halten alles fest, ws es so zu Knipsen geht. Für 2x 200 Rubel habe ich mir einen fotografischen Abschluss gegönnt. Zwischen Katharina der Großen und Peter dem Großen mache auch ich eine große Figur. Ein wenig versöhnlicher bin ich nun mit Sankt Petersburg.

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Sankt Petersburg zum Abgewöhnen 17.7.2018

Sankt Petersburg zum Abgewöhnen 17.7.2018
Heute war nun der lang ersehnte Rückkehrtag nach Sankt Petersburg . Vor1000 Tagen war ich zum letzten Mal in der Stadt an der Newa gewesen. Der Erwartungsdruck war hoch. Die Einfahrt nach Sankt Petersburg verlief unaufgeregt und planmäßig. Doch dann kam bald der erste Schock. Der zeitliche Stress und die außergewöhnliche Wärme führten zu ersten Frusterscheinungen. Eine geführte Stadtrundfahrt zu wenigen Zielen mit noch weniger Zeit stand auf dem Plan. Der zeitliche Stress und die außergewöhnliche Wärme führten zu ersten Frusterscheinungen. Auch bei der Aurora kam keine Freude auf.

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Doch die Freude auf den Besuch der Eremitage folgte nach dem schnellen Eintritt bald der totale Schock. Denn Tausende wolten gleichzeitig mit uns die Kunstsammlung anschauen. Mit viel Geduld konnte ich der Reiseleiterin folgen und ihren wirklich guten Ausführungen lauschen. Nur sehen konnte ich von den besprochenen Schätzen recht wenig. Die Eremitage ist wohl die größte Touristenfalle in ganz Petersburg. Schön, aber unnötig.

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Die Alternative heißt Russisches Museum. Auch die weitere Fortsetzung der Statdtrundfahrt mit einem Boot erwies sich als Katastrophe. Die 33 Grad blieben, die Touristenboote wurden immer mehr, und Freude am Gesehenen konnte nicht aufkommen. Auch das nicht empfehlenswert. Und zu guter letzt wollten wir für 100 Euro pro Karte endlich Schwanensee anschauen. Es klappte alles vorzüglich mit der Organisation, doch mit der penetranten Smartphonesucht der Chinesen hatten wir nicht gerechnet.

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Eine Plage, ein Kunstgenuss war auch nur bedingt möglich. Die Künstler gaben sich wirklich große Mühhe, doch bei vielen Touristen war das Perlen vor die Säue werfen. Tapfere Tänzer kann ich da nur sagen.

Zwischen Onega und Ladoga 16.7.2018

Zwischen Onega und Ladoga 16.7.2018
Russland hat uns voll im Griff. Überall Weite und Größe.
Selten gibt es was in Miniaturausgabe. Die beiden Seen sind nicht nur auf der Karte riesig. Der Sommer in Russland meint es gut mit uns. Jede Menge Postkartenfotos entstehen. Flüsse und Kanäle wechseln sich ab.
Das Dörfchen Mandrogi legt wie zufällig an der Hauptroute unseres Schiffes. Selbstverständlich wird auch angehalten und wie bisher auf dieser Schiffsreise klappt alles wie am schnürchen. Individueller Besuch und gemeinsames Schaschlikessen stehen auf dem Programm. Viele Handwerker leisten wirklich Außergewöhnliches. Pirogegbar und Wodka-Museum sind ein Muss.

wodka-museum-mandrogi Die Besatzung probiert den Kasaschok und wir das russische Picknick. Nebenbei bewundern wir russische Handwerkskunst und fahren Troika. Zum Abschluss dieses besuchenswerten Ortes springe ich in das Wasser der Swir. Mein erstes russisches Bad.

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Ich lebe noch.Der Fluss Swir sah zwar nicht immer so romantisch aus wie beschrieben, aber für uns Kreuzfahrer findet sich immer noch ein schönes Motiv.
Höhepunkte an diesem Kreuzfahrttag lösen sich im Stundentag ab. Erst das gute Kapitänsessen sogar mit Kapitän und dann das Abschlussfeuerwerk der Kunst.
Eine wilde Mischung aus den Profis der Bordbesatzung und den Amateuren der Kreuzfahrer brachten ein stimmungsvolles Programm auf die Bühne. Musik, Tanz, Märchen und natürlich Schwanensee durften nicht fehlen. Was für eine Vorstellung und nun gab es doch den politschen Touch. Russen und Deutsche landeten wieder bei Druschba und Mir, Freundschaft und Frieden.

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Sehnsuchtsziel Karelien 15.7.2018

Sehnsuchtsziel Karelien 15.7.2018
Karelien hat alles, was ein Sehnsuchtsziel vorweisen muss. Landschaft, Kultur, nette Menschen und die Lust, Neues entdecken zu wollen.

karelien-traumland Die Fahrt über den Onega See war schon ein Erlebnis. Kein Ufer war zu sehen. Die Einfahrt zur Insel Kischi entpuppte sich als spektakulär. Souverän wurde das Schiff an die Landebrücke gelenkt. Touristenmassen ergossen sich über das weitläufige Museumsgelände, in dessen Mittelpunkt die Holzarchitektur stand. Sie entspricht dem Klischee, was so ein Deutscher von russischer Bauweise erwartet. Ein Bauernhaus wurde näher von Lidia unser Reisefühererin in feinstem Deutsch erkärt.

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Prunkstück des ganzen Ensembles war aber die 22 türmige Holzkirche. Natürlich wurde sie restauriert. Aber auch die kleine Winterkirche war sehenswert. Ein Glockenspieler gab sein Bestes. Am Rande des Dorfes hatten sich Handwerker niergelasssen, produzierte und warteten auf Kundschaft. Wasserpfeifen sind so ein Produkt, was der Tourist kauft, aber nicht gebrauchen kann. Wie aus einem Märchenfilm stand auf einmal ein bildschönes russisches Mädchen vor uns. Sie wird das Titelbild für den Vortrag. Als Tourist in Russland.

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In den Weiten Russlands unterwegs 14.7.2018

In den Weiten Russlands unterwegs 14.7.2018
Russland kann schon ganz schön weit sein, ich brauche nur aus dem Fenster des Schiffes schauen. Unendlich scheint entweder das Wasser, weil gerade mal wieder ein See oder Stausee durchfahren wird oder der Blick geht über das Ufer hinweg in eine sanfte Hügelllandschaft. Der Wolga- Ostsee- Kanal , so heißt jetzt offiziel unser Wasserweg. Ab und zu zeigt sich mal ein Dörfchen natürlich mit Zwiebeltürmchen, mal ein paar einsame Datschen. Goritzy heißt so ein Dorf und hat eine Anlegestelle für bis zu zehn Flusskreuzfahrer, was für eine Anlage. Schon der Weg zum Bus ist eine einzige Shopping Mail.

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Viele professionelle Verkäufer aber auch das typische russische Mütterchen versuchen ihre Waren an den Touristen zu bringen. Matroschkas, Pelzmützen für den Winter, aber auch geräucherter Fisch und Blaubeeren finden ihren Abnehmer.
Kultureller Höhepunkt war aber der Besuch im Kirillo Beloserskij Kloster in Kirillow gewesen. Ein riesiges Gelände erwartet den Besucher. Ikonen und eine Mühle hatten es mir angetan. Sie erinnerte mich an das Hexenhaus der Baba Jaga.

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Das Bordleben hat jeden Tag ein anderes Motto, so paßte russische Musik natürlich dazu. Sicherlich einprägsam waren die ein eingebauten Mitmachspiele.

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Die Natur zeigte sich von einer beeindruckenden Art und Weise. Waren es einmal die Spiegelungen von Wolken und Himmel im Wasser, war es ein anderes Mal eine apokalyptische Landschaft mit vielen kleinen und kleinsten Inseln. Ein besonderes Schauspiel bot die rote Sonne im Abendlicht.

An der Wolga unterwegs 12.7. 2018

An der Wolga unterwegs 12.7. 2018
Lang ist das Stück Wolga nicht, was wir befahren, aber stetig kommen wir dem Ziel, Russland zu erkunden ein Stück näher. Moskau und Sankt Pertersburg sind nicht Russland, Uglitsch aber schon. Dieses kleine Städtchen am Ufer der oberen Wolga gelegen, hat auf jeden Fall einen guten Tag gehabt, als es auf die Kreuzfahrer Route gesetzt worden ist. Der Anlege Kai führt direkt zu den vielen Trödelhexen. Doch zuerst wollen die fleißigen Touristen was sehen für ihr Geld. Ein Ständchen am Anfang der kleinen Tour diurch das Städtchen ist ein guter Anfang.

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In sechs Gruppen ging es zum Kreml mit zwei sehenswerten Kirchen. Die Ausmalung durfte sogar fotografiert werden, und das will doch schließlich jeder Tourist, dann ist er bereit, was zu zahlen. Der Tod Dimitris in der einen und die Ikonostase in der anderen Kirche gewährten echte Einblicke in die russische Seele. Doch ein Mini Konzert einer Acapella Gruppe war wohl der bisher russischeste aller Augenblicke. So kann es weiter gehen, an diesem schönen Wasserlauf. Doch vorerst wurden viele russische Trödelhexen mit Rubel bedacht und so manches Mütterchen oder Väterchen bekam auch noch ein paar Rubel ab.

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Die Wolga ist mal breiter mal schmaler. Meist sind wir auf irgendeinen Stausee unterwegs. Es sind dann immer Anblicke wie auf einem Meer. Sandstrände wechseln sich ab mit Industrieanlagen, aber niemals vermüllt. Angler wechseln sich ab mit Schwimmern.
Jaroslawl hat zwar eine alte Geschichte und liegt am Goldenen Ring, war aber für mich nicht so beeindruckend. Ein paar alte Kirchen und eine blutrünstige Geschichte machen noch keine Sehenswürdigkeit. Aber die Tanzeinlage im Bojarenhaus hat es wieder heruas gerissen.

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Schön war die Einfahrt in den Rybinsker Stausee, samt Mütterchen Wolga als 24 Meter hohes Denkmal. Der Blick über das Meer bei blauem Himmel zeigt die Weite Russlands an.

 

Eine Kreuzfahrt in Russland 12.7.2018

Eine Kreuzfahrt in Russland 12.7.2018
Eine Kreuzfahrt ist schon etwas anders, als meine individuellen Reisen. Los ging es am Nördlichen Flussbahnhof, der schon eine Reise wert ist.
Unser Schiff heißt Russ und wurde 1987 in Boizenburg gebaut. Die Mannschft besteht aus Profis und Betreuern, die alle meist Studenten sind.

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Selbstverständlich müssen wir uns an festgelegte Zeiten und Abläufe halten. Die Kabinen sind eng und pragmatisch eingerichtet. Die Einrichtung versprüht den Charme der 60er Jahre. Die Russ ist wohl ein typisches Kreuzfahrtschiff aus Sowjetzeiten und in der DDR gebaut worden. Die Speisesäle sind eng und das Sonnendeck übersichtlich. Der Internetempfang begrenzt auf einen Bereich, aber dafür in vorzüglicher Qualität. Die Mahlzeiten sind bisher nur zaghaft russisch angehaucht, und die Qualität des Essens eher durchschnittlich.
Endlich ging es los mit der Ausfahrt und zwar mit Pauken und Trompeten. Eine Ausfahrtsmelodie begleitete und gleich zwei Mal. Vor uns lief ein Schiff mit dem Ziel Astrachan aus. An Bord wahrscheinlich nur Russen und das merkte ich sofort. Ganz anders als auf dem deutschen Schiff ging es dort ab. Es wurde von Anfang an getanzt, gelacht, gescherzt, die gute Stimmung erfasste auch unser deutsch gedämpfte Stimmung umfassendes Schiff. Noch einige Male hörten wir das lebenslustige Treiben der russischen Kreuzfahrer, während an Bord unser von deutschen geprägten Schiffe es doch viel ruhiger und stimmungsloser zuging.
Ein erster Höhepunkt an Bord war der Begrüßungsempfang der Besatzung samt Kapitän gewesen. Das Wetter spielte mit und so strahlten alle um die Wette. 250 Gäste und eine nicht näher bestimmte Anzahl an Bordmitgliedern gestalten nun den Alltag auf der 1600 KM Reise nach Sankt Petersburg.
Ein weiterer Höhepunkt folgte gleich darauf. Ein Sirenenton durchfuhr den Schiffskörper, jeder wusste, das war der angekündigte Probealarm. Nun aber schnell in die Kabine und die Schwimmweste umlegen. Bei Michaela ging es schnell, bei mir funktionierte wieder gar nichts. Doch mit vereinten Kräften klappte es schließlich auch bei mir.
Und noch war der erste Tag auf dem Schiff nicht zu Ende. Immer hin wartete die erste von 10 Schleusen auf das Schiff und die Fotografen. Der stalinsche Baustil hat auch hier seine Spuren hinterlassen.
Auf dem Kreuzfahrer ist immer was los, ob nun Frühsport oder Russisch Lernen. Bingo und russische Lieder singen sind weitere Angebote. Fotografieren geht immer.

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Der Abschluss bildet der obligatorische Sonnenuntergang und der fakultative Drink. Wolga Wolga hieß der heutige.

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